Contest Yachts

CONTEST YACHTS: 50 JAHRE JACHTBAU AUS LEIDENSCHAFT

Contest Yachts besteht 50 Jahre. Drei Generationen Conijn standen in den vergangenen fünf Jahrzehnten mit Leidenschaft am Ruder des Familienbetriebes. Damit ist die Werft aus Medemblik eines der wenigen Unternehmen in den Niederlanden, das diesen Meilenstein mit dem Bau luxuriöser Segeljachten zu erreichen wusste. Das Jubiläum soll unter anderem während des Sevenstar Contest Cups, der vom 5. bis 7. Juni 2009 geplant ist, festlich begangen werden.

Sevenstar Contest Cup

Der jährlich ausgetragene Contest Cup besteht aus einer Regatta oder einer Tourfahrt sowie einem Rahmenprogramm, das in diesem Jahr von Sevenstar Yacht Transport und Kuiper Versicherungen möglich gemacht wird. In diesem Jahr erhält die Veranstaltung einen weiteren Glanzpunkt. Contest Yachts wird das 50jährige Jubiläum während des Sevenstar Contest Cups zusammen mit Contest-Seglern von einst und jetzt feiern. „Wir hoffen, an diesem Wochenende die Entwicklung, die Contest Yachts in den vergangenen Jahrzehnten durchgemacht hat, auf dem Wasser aufleben zu lassen. Wir sind bestrebt, möglichst viele der Contest-Jachten, die im Laufe der Jahre gebaut wurden, am Sevenstar Contest Cup zu beteiligen”, so Arjen Conijn, der als dritte Generation nun schon wieder einige Jahre am Ruder von Contest Yachts steht.

Die Gründung

Im Jahr 1959 sah Ed Conijn, der Großvater des heutigen Direktors Arjen Conijn, gute Einsatzmöglichkeiten von Polyester-Materialien beim Bootsbau. Als leidenschaftlicher Segler verstand er auch die damalige Marktsituation richtig einzuschätzen. Fazit war das offene Zweimann-Schwertboot Flying Dutchman. Das Boot erwies sich von Anfang an als erfolgreich, und der Grundstein für die berühmte Regattaklasse war gelegt. Das Interesse an dem sportlichen Entwurf war sogar so groß, dass insgesamt etwa 600 Boote dieses Typs gebaut wurden. Dies war der Beginn des Unternehmens Contest Yachts, das im ersten Jahrzehnt seines Bestehens als Conyplex durchs Leben ging.

International

Nach dem fliegenden Start des Flying Dutchman stellte Ed Conijn fest, dass immer mehr Segler-Kollegen Interesse an einem schnellen Kajütsegelboot hatten. Er ging auf diese Bedürfnisse ein und setzte sich mit Jachtzeichner Luiten zusammen. Wenig später war die erste Contest 25 Realität. Das Boot besaß reichlich Potenzial und läutete somit auch die Ära des ersten Serienbaus in den Niederlanden ein. In dieser Epoche entstand auch das Markenzeichen, das Contest Yachts noch heute führt. Den Export nach Amerika im Hinterkopf, wurde für die niederländische Werft die Tulpe als Symbol gewählt. Außerdem ziert eine Makkumer Fliese die Spüle eines jeden Bootes. Pfiffige Details, die dafür sorgen, dass potentielle Kunden im Ausland die Contest-Jachten so schnell nicht vergessen.



Die 60er und 70er Jahre

In den 60er und 70er Jahren arbeitete die Werft ständig an neuen Entwürfen und hieraus entstanden die Contest 27, 29 und 31 HT. Inzwischen hat Contest Yachts den Ruf als wahrer Pionier in der Jachtbauindustrie, der sich Innovation auf die Fahne geschrieben hat. So führte der Betrieb als erster das große Steuerrad ein, das die Pinnensteuerung ersetzte und fand die komfortable Lösung von Spritzkappen. Auch waren die Designer tonangebend, als sie es wagten, bei Segeljachten die Plicht ganz nach hinten zu platzieren.

Der Durchbruch

Der echte Durchbruch wurde dann in den 70er Jahren mit der Contest 33 geschafft, die eigentlich die zweite Generation der Contest-Jachten einläutete. Der seinerzeit bekannte und fortschrittliche Jachtzeichner Robbert Das vereinte Ästhetik und Komfort in einem Entwurf ohne Deckshaus. Das Segelschiff erfreute sich einer nie gekannten Popularität. Auch der nachfolgenden Contest 36 gelang es wieder, die Aufmerksamkeit der internationalen Presse auf sich zu ziehen, denn es war der erste Entwurf, bei dem man die Achterkajüte von innen unter Deck erreichen konnte.

Innovation

Die Produktentwicklung blieb auch in den 80er Jahren ein wichtiger Schwerpunkt. Der revolutionäre Flügelkiel, der 1983 von den Australiern beim America’s Cups eingesetzt wurde, weckte sogleich die Aufmerksamkeit von Contest Yachts. Auch die Zusammenarbeit mit TNO zur Verbesserung der Produktionstechniken und der kontinuierlichen Ausrichtung auf gut ausgebildetes Personal zeichneten die niederländische Werft in den Jahren aus, als Fritz Conijn das Ruder von seinem Vater übernahm. Dies alles waren wichtige Aspekte, die zur Kontinuität der Werft beigetragen haben.

Die Leidenschaft

Das Millennium 2000 bedeutete auch für Contest Yachts eine neue Ära mit einer neuen Generation am Ruder. Der Entwurf, der im vergangenen Jahr mit großem Erfolg auf den Markt gebrachten Contest 60CS zeigt, wie sich die Werft mit der Zeit und den Kunden mit bewegt hat, ohne von ihrem Image von Qualität und fachmännischem Können, mit dem Contest Yachts weltweit berühmt geworden ist, abzuweichen. Direktor Arjen Conijn: „Unsere heutige Firmenphilosophie basiert auf den Grundsätzen Life.Style.Sailing. Das macht deutlich, dass Performance und Design wichtige Schwerpunkte geworden sind. Die Weiterentwicklung von Marken ist etwas Zeitgemäßes. Das gilt auch für Contest Yachts. Natürlich steht die Qualität des Produktes unumstößlich an erster Stelle. Aber das Erlebnis rund um die Marke wird für die Kunden stets wichtiger, und darauf gehen auch wir ein. Beste Beispiele hierfür sind der Contest Cup und das Mediterranean Contest Meeting. Das sind Veranstaltungen, die wir jedes Jahr in den Niederlanden und im Mittelmeer für Contest-Segler organisieren.”